Vier Fäuste gegen Koblenz

Samstag 2 Dezember 2006

Tja, die Nintendo-Ausstellung in Koblenz ist zwar seit dem 19.11. beendet, durch unsere ganze Umzieherei habe ich irgendwie vergessen, diesen Beitrag zu posten. Wir haben uns jetzt doch entschlossen, ihn zu veröffentlichen, einerseits um euch ein gutes Gefühl zu geben, falls ihr nicht da wart und andererseits können wir euch ja schlecht die ganzen Fotos vorenthalten, die wir (ganz in journalistischer Mission unterwegs) geschossen haben. So können wir auch direkt unser tolles Gallerie-Feature ausprobieren.

Es hätte so schön sein können. Wären da nicht die Erwartungen gewesen. In Mission “Leserservice” haben Grobi und ich Allerheiligen die lange Reise nach Koblenz auf uns genommen, um von der Nintendo-Ausstellung im Landesmuseum(!) berichten zu können. Alles klar, Mitstreiter eingesammelt und los gings. Ich hatte extra für die lange Fahrt die WipeOut 2097 Kassette eingepackt. Damit es schneller geht, wenn sie wissen was ich meine. Knick knack. Trotzdem hat es einige Zeit gedauert, bis wir den Zufluss der Mosel in den Rhein bewundern durften.

Nachdem wir die Festung Ehrenbreitstein endlich erreicht hatten, ging es los: erst Eintritt für die Festung, danach Eintritt für die Ausstellung. War allerdings nicht sooo tragisch, da sich beides zusammen auf ca. 7 Euro belief. Wie gesagt, für das zu erwartende Highlight absolut gerechfertigt und so machten wir uns gutgelaunt in den Katakomben auf die Suche nach dem Museum. Diese gestaltete sich gar nicht so einfach, so mussten wir erst ein Soldatendenkmal und die Ostfront passieren, bis wir endlich den richtigen Weg gefunden hatten.

Eins muss ich ihnen lassen: von aussen sah es gut aus. Von innen auch. Für die ersten 5 Minuten. Spielbereite Arcade-Automaten von Virtua-Tennis und Donkey-Kong (hatte offensichtlich verdrängt, wie schwer das war) liessen unser Herz höher schlagen. Leicht abgemildert durch den freundlichen Ordner, der sehr darauf erpicht war, uns überaus charmant darauf hinzuweisen, dass es sich um veraltete Hardware handelt und man ein bisschen Zeit mitbringen muss um die Spiele zu spielen. Viele Leute würden ja nur an den Joysticks rumreissen und Knöppe drücken. Im Klartext: Passt ja auf, ihr Hirnis. Wie das dann aussah durften wir uns Sekunden später anschauen, als diverse 5-7 jährige Kröten die Automaten vergewaltigten. Naja, Hauptsache die hat er machen lassen.

Wie dem auch sei, weiter ging es mit einigen netten Details zu Nintendos Geschichte und Miyamoto San, aber nichts was man nicht auch in jeder Wikipedia nachlesen könnte.

Danach konnte man Konsolen von Philips CD-i über Lynx bis hin zur PSX bestaunen (ähh, Nintendo anyone?). Sogar nen inaktiven von der Telekom gesponserten Access-Point gab es zu bewundern. Neben einer nicht weiter erwähnenswerten BPjM Abteilung (mit einem dauernd abstürzenden River Raid) und einer noch weit weniger erwähneswerten Pseudo-Kino-Vorstellung (u.a. mit einem Feature zum Ausserirdischen Peter M.) gab es eine ausgedehnte Spielwiese, um die BigN Produkte kennenzulernen. Doof nur, wenn man sie schon kennt. Für Eltern und ihre 3jährigen Kinder bestimmt ne feine Sache, für alte Hasen sicherlich nicht.

Und so kam es, das wir nach einer knappen Stunde schon alles gesehen hatten. Bis auf die Bimsstein-Ausstellung im oberen Stockwerk. Also wer Interesse hat..?

Nicht weiter schlimm dachten wir, man kann ja wenigstens in dem angeschlossenen “Fanshop” noch diverse T-Shirts (a la “Nintendo Game Tester”) und coole Reisetaschen oder zumindest nen Schlüsselanhänger und derlei Nerdchandsing käuflich erwerben. So wurde es einem zumindest suggeriert. Tja, T-Shirts hatten sie auch – Animal Crossing in Zwergengrösse, aber das wars dann.

So bleibt mir als Fazit unseres Ausfluges leider nur festzuhalten: für Informierte nicht lohnenswert … und mal wieder WipeOut spielen.

PS: Im Nachhinein haben wir erfahren müssen, dass es am letzten Wochenende der Ausstellung möglich war, die Wii probezuspielen. Verdammt.

[mygal=koblenz]


Gespeichert in: Leserservice, Nintendo, Retro, Vier Fäuste

2 Kommentare for 'Vier Fäuste gegen Koblenz'

  1.  
    15. Dezember 2006 | 21:28
     

    Also jetzt rein von den Bildern her, war es doch wohl sau mäßig interessant! Geile Hardware die da hatten.
    Und ja, ich kann mich noch ans Fliegenklatschen Spiel erinnern :D

  2.  
    18. Dezember 2006 | 09:06
     

    Die Austellung der Hardware beschränkte sich aber auf das Gerät selber und darunter ein Schild mit dem Namen und dem Erscheinungsjahr des Gerätes. Hm. Ob man das wirklich als interessant bezeichnen kann? Wahrschienlich Geschmackssache.

    Bis natürlich auf die Hardware, mit der man Erinnerungen verbindet, die dann wieder an die Oberfläche gespült werden. Wie zum Beispiel das Fliegenklatschen-Spiel oder Duck-Hunt oder das Donkey-Kong Handheld etc.

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