Eigentlich war ich nie Fan der Burnout-Serie. Am meisten hat mich gestört, dass man die Sicht nicht ändern konnte (Bumpercam FTW!) und ausserdem finde ich dieses Gecrashe dämlich. Als ich hörte, dass in Burnout Dominator auf Crash-Wettbewerbe verzichtet wurde und nur noch Rennen im Vordergrund stehen würden, da hatte die Serie eine zweite Chance verdient.
Schwerwiegenste Änderung gegenüber den Vorgängern ist die Einbindung von Burnouts. Hierzu muss man die Boost-Anzeige komplett aufladen, aktivieren und in einem Schwung runterfahren. Wenn man während des Burnouts gewagte Manöver fährt, wird das Boost-Meter wieder aufgefüllt und so können Burnouts gechaint werden. Zu den gewagten Manövern zählt der Aufenthalt auf der Gegenfahrbahn, dichtes Vorbeifahren an anderen Autos oder das Rutschen um Kurven. Am besten ist natürlich, man macht alles auf einmal.
Während dies am Anfang des Spiels noch optional ist, sind die späteren Herausforderungen nur noch zu schaffen, indem man sich mehr oder weniger die ganze Zeit im Burnout-Modus befindet. Dies in Verbindung mit den Massen an Gegenverkehr verhilft dem Spieler zu ausgesprochen intensiven Frusterlebnissen. Echt jetzt.
Wer jetzt denkt “naja dann lerne ich die Strecken einfach auswendig” hat sich leider geschnitten. Der Verkehr fährt zwar imho immer gleich, aber je nach dem zu welchem Zeitpunkt man sich an einer bestimmten Stelle des Kurses befindet, sind die Wagen an anderen Punkten der Strecke. Hmm, war das jetzt verständlich? Egal, es handelt sich um derart viele Autos, dass memorieren sowieso nichts bringen würde.
Um Burnout Dominator erfolgreich spielen zu können, braucht man also entweder eine Menge Glück oder die Reaktionszeiten einer Fliege. Das Spiel ist so ziemlich das schnellste, was ich bisher gesehen habe. Dagegen stinkt sogar F-Zero GX ab.
An der Grafik hat sich im Vergleich zum Vorgänger nichts getan, was aber okay ist, da dieser sicherlich zu den besser aussehenden PS2 Spielen gehört. Das ganze läuft auch bei hohem Verkehrsaufkommen stabil durch. Der Sound ist okay, der Soundtrack eher durchwachsen.
So bleibt unterm Strich ein schneller, unterhaltsamer Arcade-Racer mit hohem Frustpotenzial.
