Auch, wenn mir jetzt 95% unserer Leserschaft mit einem verächtlichen “pöh!” den Rücken zudrehen werden. Arkion hat aufgezeigt, dass an der Zeit ist, sich zu outen.
Ja, ich habe ein Gamestar-Abo.
Ich mag es, monatlich einen redaktionell aufgearbeiteten Rundumblick über die PC-Spielebranche zu kriegen und ich mag es vor allem, das Dingen in Ruhe aufm Klo oder im Bett oder auf dem Sofa oder in einem Sitzkissen platziert zu lesen. Lange Texte vom TFT zu lesen find ich doof. Klar, Blogs grase ich gerne ab – aber das sind ja (bis auf agitpopblog, für den Kollegen brauch’ ich immer ne Tasse Tee
) wohldosierte Texthäppchen. Die üblichen verdächtigen Newsseiten scanne ich ebenfalls regelmässig ab – aber dort schau ich nur sehr selektiv und so gehen mir häufig Titel durch die Lappen, deren Namen ich noch nicht zuordnen kann. Ausserdem brauche ich die Hirnkapazität und Zeit noch für Input zu Nintendo-Spielen. Dafür lege ich mir nämlich kein weiteres Magazin mehr zu. Die Gaystar (wie ich sie liebevoll nenne) vermittelt mir durch Previews immerhin einen groben Überblick. Und wie ich mit meiner Eingangs-Argumentation vielleicht schon deutlich gemacht habe, mag ich es, zumindest einigermaßen den Überblick zu haben.
Gamestars Spieletests sehe ich als Unterhaltungs-Fastfood mit für mich eher geringem Nährwert an, so wie Auswandererfernsehshows. Ich muss leider häufig feststellen, dass Gamestar-Redakteure Spiele so beschreiben, wie ich sie nie beschreiben würde und dass auch unsere Meinungen vor allem im Detail seltenst übereinstimmen (den Stalker-Test würde ich den Leuten gerne mal um die Ohren hauen. Und dann noch kein Wort der Kritik über THQs Patchpolitik bei Ankündigung das Nachfolgers. Ts.). Prozentzahlen sind mir wurscht. Na, nicht komplett wurscht, immerhin geben sie Anhaltspunkte. Aber ob das Spiel jetzt 70 oder 80 oder 90% hat – wenn ich die Gamestar lese, habe ich mir die vermeintlichen Rosinen unter den PC-Spielen eh schon rausgepickt und der Titel befindet sich bereits auf meiner Watchlist oder auch nicht. Insofern ist also das ach so komplexe Zustandekommen der Wertung und somit das ganze Wertungssystem vollkommen uninteressant für mich. Die Kaufentscheidung beinflußt Gamestar eigentlich nie. Das entsteht bei mir eher spontan. Dabei wünschte ich mir trotzdem, dass die Magazintexte aussagekräftiger, individueller, eckiger und kantiger wären – aber ich akzeptiere sie als Meinung unter vielen. Trotzdem haben die Spieletests bei Gamestar häufig leider den Charme der ADAC-Zeitschrift. Die schafft es bei mir allerdings noch nichtmal bis in Griffweite der Toilette.
Die DVD schau ich mir durchaus genau an. Mal bewegte Bilder zu sehen geht inzwischen auch bei Gametrailers und Co – vor allem zeitnaher. Aber wenn sie nun schonmal dabei ist… Immerhin ist dieser Spieleschnellcheck ziemlich vergnüglich. Allerdings käme ich nie auf die Idee, mir die Wertungskonferenzen anzuschauen. Punkte sin’ ma worscht. Siehe oben. Und unterm Strich ist es mir zu debil, den Damen und Herren beim Diskutieren zuzugucken. Selbstdarstellung galore. Dazu kommt: ich hab keinen Fernseher im Bad. Unter dem Strich könnte ich also darauf verzichten.
Als leidensfähiger PC-Spieler finde ich den Technikcheck dagegen extrem hilfreich. Zeigt mir mal ‘ne Webseite, die dass in ähnlicher Konsequenz und Transparenz hinbekommt. Gleiches gilt für den Rest des Hardware-Teils. Ich halte das Blatt dahingehend für recht kompetent und habe so ohne große Mühe einen Überblick darüber, wie sich meine Schreibtischmöhre leistungsmässig zum Rest der Welt – oder wie die Developer diese sehen – verhält.
Über das reine News/Test/Leserbrief-Schema hinaus finde ich mitunter die Reportagen ganz interessant. So wie aktuell die Geschichte übers Balancing. Oder Onlinekauf von Spielen. Oder die gelegentlichen Geschichten über Spieleentwicklungen. Das ist alles ziemlich nett. Zwar nicht mehr, imho nicht tief genug, aber immerhin. Na gut, das können andere noch wesentlich besser. Siehe Edge. Für den Lifestyle-Aspekt ist man bei GEE viel besser aufgehoben, nur schreiben die noch weniger grobikompatibel über Spiele, dafür wiederum schön aus dem Bauch heraus. gamesTM ist eh die Königsklasse.
Schlußendlich mag ich ein paar der Nasen, die den Kram schreiben. Obwohl es das bescheuertste Motiv ist, das man sich denken kann. Trotzdem sind kaliban.org und das kleine muc eine Reise wert.
Gut, das sind alles keine Gründe, die für ein frisches Abo sprechen. Gamestar ist uncool und systembedingt extrem industrienah (und das stellen sie gerne ein bißchen zu doll raus), aber das Magazin zu lesen ist für mich schlicht ein guilty pleasure. Und zumindest ein kleiner Link to the Past, als alles noch besser war. Die Hürde Richtung Abo-Kündigung ist mir noch zu groß.
Es sei denn, ihr bewerft mich jetzt mit faulem Gewächs aus euren Gärten. Habt ihr überhaupt Gärten, ihr Nerds?

Arkion geht runter in den Garten und schaut was von den faulen Tomaten noch übrig ist
Ich hab erst kürzlich auf dem Dachboden meiner Mutter sehr viele Mega Fun-Ausgaben wieder ausgegraben, die bis 1993 zurückreichen, darunter einen fast kompletten Jahrgang 1995. Und einige Video Games-Ausgaben von 1992. Und die einzige erschienene Ausgabe der “N”. DAS waren noch Spiele-Zeitschriften, jaja! Ich weiß noch, dass mir einige der Mega Fun-Schreiberlinge auch sehr sympathisch waren, was auch ein Grund war, das Heft so lange zu lesen. Deine Gamestar-Redakteur-Sympathie kann ich also nachvollziehen. Heute kauf ich allerdings so gut wie nie mehr Spiele-Zeitschriften: ich hab einfach nicht mehr die Zeit, so viel Text zu lesen. Die ganzen Spiele-Blogs reichen mir schon völlig.
Ich hatte ein PC Games Abo. Seit ca. einem 1/2 Jahr komme ich ohne PC Games aus. Das ist einfach nicht mehr die PC Games wie vor 10 Jahren. Das ist einfach nicht mehr mein Verständnis für Spiele. Da ist keine Liebe für mein Hobby zu erkennen.
Ich habs mir immer wieder durch den Kopf gehen lassen: “Du brauchst ein Print-Magazin; du brauchst kein Print-Magazain; du brauchst…”. Verdammt, ich scheiß jetzt einfach schneller und schon brauch ich nix mehr lesen bei
Und die Videogames, Powerplay, Mega Fun, Playtime usw., usf., waren bestimmt nur so verdammt cool, weil wir noch jung waren und es keine Alternativen gab. Ich denke aus heutiger Sicht sind diese genau so grausam. Aber lassen wir die Vergangenheit ruhen. Gut war’s…
Moin Moin,
ich bin auch so ein auf dem Klo oder in der Bahn Zeitungsleser, Und die Gamestar hab ich auch im Abo, ab und zu denk ich auch mal kurz darüber nach Sie abzubestellen. Aber ein TFT auf dem Klo schleppen ne danke.
Klar sind die Test teilweise etwas unkritisch, siehe Stalker, Gothic 3 oder Two Worlds, wie bei uns lief das Spiel immer super. Abstürze nö…..
Dafür können halt , die Reportagen öfters mal das Ruder rumreißen, wobei die halt auch etwas Tiefer gehen könnten. Aber sie liest sich flott und unterhalt mich für die Zeit auf dem Heimweg oder auf dem Stillen Örtchen.
Und das sind mir die 5 Euro halt wert im Monat.
Mein Traum wäre ja ne Spielezeitung mit den Niveau der Welt / Zeit und dem Charm der GEE. Aber das wird wohl ein Traum bleiben.
Ich frag mich , wieso macht keiner eine Spiele Fachzeitschrift für Leute ab 30ig. Traut sich keiner , wer kauft den die ganzen Wiis und 360iger und PS3, 14 Jährige wohl kaum. Es sind die groß geworden kleinen Jungs , die mit Rockband und Zelda durch die Welt singen und hüpfen wollen. Und die sich auch für den Hintergrund in der Industrie interessieren. Und nicht nur bunte Bilder sehen wollen.
Ach ja ich überfall mal die Landesbank hierum die Ecke und mach ne Spielzeitung für uns.
unterhalt mich
Jo, das kann ich auch so unterschreiben.
Leute ab 30ig.
Wenn du damit mich meinst, Junge, bist du schief gewickelt.
Lauter Klozeitungsleser hier. Super! Bin auch so einer. Ich les nach wie vor die Maniac ganz gerne. Die kauf ich mir aber nicht mehr regelmäßig so wie früher, da war die einmal monatlich pflicht! Genauso wie die Video Games und die Mega Fun und ne Weile auch Total! Ich hab kistenweise olle Zeitungen und schlepp die bei jedem Umzug mit! Saudumm! Aber ich würde die nie im Leben wegschmeißen!
@Grobi : Ich bin dein Vater Luke
@Schaedel: Hab beim letzten Umzug allein , alle PC-Player, Manica, Powerplay und alte PC Games vernichtet.
Jetzt dürft ihr Steine schmeissen
Ich fühle mich geehrt, eine der Nasen zu sein, die Du magst. Und danke für den Link.
Allerdings finde ich es immer komisch, wenn den Printmagazinen nachgesagt wird, sie seien »systembedingt industrienah«. Bei so einer Gelegenheit gebe ich gern zu bedenken, dass Online-Magazine ausschließlich werbefinanziert werden. Und wer schaltet Werbung auf einer Spieleseite? Die Spieleindustrie. DAS nenne ich industrienah.
Printmagazine finanzieren sich hingegen zum großen Teil über die Verkäufe. Die sind daher nicht auf die Gunst eines Publishers angewiesen. Ich erinnere mich da an einen namhaften Publisher, die aufgrund eines meiner ersten (wenig positiven) Tests ein Jahr lang keine Anzeigen mehr geschaltet hat, in der Hoffnung, uns damit unter Druck setzen zu können. Hat denen natürlich nichts gebracht. Die Redaktion kriegt das noch nicht einmal mit – Anzeigenabteilung und Spieletester haben bei GameStar nichts miteinander zu tun.
Wenn jetzt aber so ein namhafter Publisher zu einem Online-Magazin geht und damit droht, keine Werbung mehr zu schalten, dann bricht dem Online-Magazin ein erheblicher Teil seiner Finanzen weg. Und wer beißt schon die Hand, die ihn füttert?
Das gebe ich zu Bedenken, wenn es das nächste mal wieder heißt: Online ist doch viel schneller, Print ist nur noch was fürs Klo.
Moin Moin,
@fabina : klar ist Print für den Klo , denn TFT auf den Klo lesen geht nicht
Aber Spaß beiseite, ich finde das die Zeitschriften halt nicht versuchen sollten in Sachen News dem Internet hinterher zulaufen, sondern sie sollten mehr in die Tiefe gehen. Sprich mehr Reportagen über Firmen, Spiele, einfach mehr Hintergrundwissen.
Denn da können die Printmedien punkten, und sollten es auch tun. Gerade die Reporten in der Gamestar lese ich persönlich sehr gern. Im aktuellen Heft zum Beispiel Far Cry 2 , welches ich überhaupt nicht auf dem Radar hatte, wie so viele. Das sind dann wieder so Sachen, wo ich dann froh bin die gute alte Gamestar im Abo zu haben.
Bei manchen Sachen wunsch ich mir halt das ihr noch was tiefer geht, siehe Test von Splinter Cell Double Agent, wo nicht richtig auf die Bugs eingegangen wird. (Andere Negativbeispiele sind Gothic 3, Two Worlds) Hier sollten Spiele wirklich massiv abgewertet oder der Kunde gewarnt werden.
Und spult nicht immer die selben Sachen runter, wie hyper real time super Life System Grafik usw. , geht mehr darauf ein, welche Spiele wirklich was neues bringen, wie zubeispiele das Feuer bei Far Cry 2 oder das die Gegner in ###### (driss Namen vergessen diese Spiel mit den Templeritter in Paris und Cops) alle Spieler sind.
Okay das wars mit dem Meckern , und das neue Layout der Gamestar ist wirklich wieder besser.
Wir versuchen tatsächlich seit dem Relaunch nicht mehr, uns in Sachen Aktualität mit dem Internet messen zu wollen – denn das bringt nichts. Deshalb haben wir auch praktisch keine News mehr.
An deren Stelle sind jetzt die Kurzpreviews gerutscht. Außerdem werden zukünftig die Reportagen und Titelstorys größer, denn das können wir nunmal echt besser als die Onliner. Hoffe ich zumindest.
Das wirklich gut zuhören. Dann wünsch ich euch viel Erfolg, und wenn das mit den Reporten und Previews soweiter geht wie im letzten Helft, dann habt ihr einen treuen Kunden mehr.
So hin und wieder hole ich mir auch mal eine, wenn sonst mal wieder nichts zu lesen im Haus ist. Mittlerweile aber meist nur ncoh, wenn ein halbwegs ansprechender Games-Titel auf die DVD gepackt wurde. Also seltenst.
Leider stelle nämlich auch ich immer wieder fest, dass Gamestar-Redakteure – Kompetenz hin oder her – schreiben, wie ein Finanzbeamter Verhaltensmaßregeln für den ordnungsgemäßen Umgang mit Bleistiftanspitzern verfassen würde.
Sehr geehrter Herr Siegismund,
das wirkt jetzt gleich für einen Moment so, als würde ich einen Rückzieher machen und mich hinter “das war doch ganz anders gemeint” und einer Nebelkerze voll Ironie verstecken wollen, aber zur Klarstellung ist es wohl nötig:
das mit dem Klo – das war positiv gemeint. Dachte, ich schaffe die ironische Brechung zur negativ besetzten “Klolektüre”. Ist scheinbar in die Hose gegangen (pun intended).
Ansonsten bin ich mir bewusst, dass vor allem aus der Blogwelt heraus immer gern auf ein bestimmtes Medienformat eingedroschen wird und eigentlich mal jemand eine faire Betrachtung des Themas durch einen Vergleich zwischen den verschiedenen Medien anstellen müsste. Aber ich bin kein Medienwissenschaftler. Das hier ist ein Blog. Hier gehts nunmal subjektiv, unfair, engstirnig und arrogant zur Sache. Insofern bin ich dankbar, dass Sie sich tatsächlich mit mir Pack einlassen.
Zu der Industrienähe. Auch das war anders gemeint. Kommen Sie mir mal nicht mit diesen Newsdurchlauferhitzern im (deutschen) Web. Da draussen gibts tatsächlich Seiten, die nichts anderes machen, als Pressemitteilungen der Hersteller unverändert und unkommentiert auf ihre Frontpage zu schmeissen. Okay, das sind Extremfälle. Dann gibts viele, die Reviews in unterschiedlichen Bandbreiten produzieren. Natürlich hängen die ganz anders – nämlich vermutlich ziemlich direkt – am finanziellen Tropf der Branche. Vielleicht ist meine Sicht der Dinge da wieder zu einfach, aber entweder “beisst man da nicht in die Hand, die einen füttert” oder man buttert halt aus privaten Quellen finanziell dazu. Mit solchen Seiten habe ich Gamestar allerdings gar nicht verglichen. Ich hab weder gesagt, dass die irgendwas besser machen, noch dass ich persönlich deren Reviews mehr glaube oder mehr abgewinnen kann als Ihren. Mein einziger Hinweis zur Online-Konkurrenz bezog sich auf deren Geschwindigkeitsvorteil. Beim Posten von Trailern und anderen Videos.
Auf Leserbriefe hin, die sich über die Handypornobildchenwerbung beschweren, wird auch immer auf die Teilung zwischen Redaktion und Anzeigenabteilung hingewiesen. Insofern glaube ich Ihnen die Geschichte mit dem Publisher, der keine Werbung mehr geschaltet hat, sofort. Wenn ich durch die aktuelle Ausgabe blättere, sind ohnehin nur gut die Hälfte der Anzeigen aus der Software-Ecke. Der Rest ist Hardware-bezogen oder sonstiger Kram. Aber auch wenn das nicht der Fall wäre: geschenkt. Nur scheinen Sie damit implizit eine gewisse Unabhängigkeit andeuten zu wollen. Was wäre denn gewesen, der betreffende Publisher wäre größer? Und würde Ihnen stattdessen keine Testmuster und oder Gelegenheiten zur Preview mehr zur Verfügung stellen? Mal als übertriebenes und überdeutliches Beispiel: Ubisoft ist böse. Nix wärs geworden mit dem Trip nach Kanada und der exklusiven “Far Cry 2″-Preview. Und über solchen Inhalt verkauft sich doch die Gamestar im Zeitschriftenhandel, oder etwa nicht?
Ich kann mir schon gut vorstellen, dass es ohne Vitamin B gar nicht mehr geht. Im besten Fall ist das eine Symbiose zwischen Hersteller und Presse. Eine Hand kratzt der Anderen kein Auge aus, oder wie ging der Spruch? Ist ja nicht so, dass ich als Leser nicht davon profitieren würde. Über “Far Cry 2″ habe ich mich ja auch gefreut und das Ding war informativ (Hey! Der Name des verantwortlichen Schreiberlings ist jetzt aber wirklich Zufall!). Aber ich frage Sie: wie kommt denn sowas zu Stande? Wieso in “Gamestar” und nicht bei der Konkurrenz?
Ach, ich will’s eigentlich gar nicht so genau wissen. Was hätte ich schon davon?
Was ich persönlich mit der Industrienähe meinte ist dieses “Rumgekumpele” mit Vertretern der Produzenten, dass mir immer wieder mal sauer aufstößt. Dieses Mal konkret: “UT 3″. Da werden Schulter-an-Schulter-Fotos in einen Artikel geschmissen, der eingeleitet wird mit einer rührenden Geschichte über Mark Rein, der Heiko Klinge mal so mir nichts, dir nichts eine Runde zocken lässt. Sorry, das hat ganz furchtbar “Geschmäckle”. Auch hier glaub ich schnell, dass es so oder so ähnlich gewesen ist. Aber wieso müssen Sie das so rausstellen?
Oder “Stalker: clear Sky”. Da wird über drei Seiten das Prequel zu einem Spiel gelobt, dessen Vorgänger schlicht und einfach nicht fertig geworden ist und bei dem Megatonnen von Potential ungenutzt verpufften. Kein Wort zu der katastrophalen Patchpolitik. Ich verstehe das nicht. Sie hatten vor einiger Zeit einen guten Bericht über die Probleme bei GSC Gameworld und den neuen Projektleiter, der zum Schluß als “neuer Besen” den Laden auf Vordermann und das Spiel in den Laden bringen sollte. Da hätte man sauber anknüpfen können.
Zu guter Letzt: gesiezt zu werden, ist ganz schön doof. Lasst das bitte bleiben, das sendet für meinen Geschmack eine furchtbar gemischte Botschaft. Ausserdem komme ich mir dann immer so alt vor, wenn ich euer Blatt lese
Off Topic:
Grobi weiss wann du dich richtig Alt fühlst, wenn im Biergarten von einem bildhübschen Mädchen angesprochen wirst, und sie “Sie” zu dir sagt, wäre beinah in den Aacherner Weiler gesprungen…… wahhhh ich bin alt.
Off Topic:
Noch schlimmer ist es wenn sie DIch darauf fragt, ob Du nicht ihre Mutter kennenlernen möchtest
Off Topic:
waaaahhhhh der oberkiller
Ups was vergessen , grobi sry wegen dem Spam hier.
Spruch von einem Kumpel: Weiss du wann du alt wirst wenn du im Supermarkt den Müttern hinterher schaust und nicht mehr den Töchtern
Grobi,
gesiezt zu werden ist in der Tat ganz schön doof. Also hör damit auf, sonst komm ich mir so alt vor.
Das mit dem auf dem Klo lesen habe ich nicht als Angriff verstanden. In der Tat benutzen viele unserer Leser exakt dieses Beispiel um zu zeigen, dass Print doch seine Vorteile vor Online hat. Ich wollte nun zeigen, dass Print daneben aber noch ein weitaus gehaltvolleren Vorteil hat.
Wenn Du mit industrienah eher so Geklüngel meintest, dann hab ich Dich missverstanden.
Aber nun ja, die Spielebranche ist nunmal sehr klein, da bleibt man nicht lang auf nur rein geschäftlicher Ebene.
In Deutschland hat zum Beispiel jeder Publisher, auch große Hunde wie EA oder Ubisoft, praktisch nur einen PR-Menschen. Und wenn man erstmal auf zwei, drei Events zusammen
gesoffengegessen hat, dann versteht man sich in der Regel ganz gut. Da hackt dann in der Tat nicht unbedingt eine Krähe der anderen ein Auge aus, aber die Krähen verstehen einander. Und beide Seiten tun nur ihren Job.Wenn ich also einem Spiel eine schlechte Wertung gebe, dann nehmen mir professionelle PR-Leute das auch nicht übel. Weil die doch selbst wissen, ob ihr Produkt gut oder schlecht ist. Von daher haben wir regelmäßig keine Repressionen zu erwarten. Um bei Deinem Beispiel zu bleiben: Ubisoft wird auf uns nicht böse, solange wir objektive Berichterstattung betreiben. Und das ist ja unsere Aufgabe.
Die Frage, wer jetzt welche Preview bekommt, ist letztlich eine rein geschäftsmäßige Entscheidung und hat kaum etwas mit Geklüngel oder Sympathien zu tun. Far Cry 2 hätte genauso gut auch an die Games fallen können, genauso wie deren Orange Box auch an uns hätte fallen können. Publisher sehen zu, dass sie ihre Produkte möglichst breit fächern. Und geben daher auch Material an Magazine, auf die sie eigentlich böse sein müssten (wenn sie nicht professionell wären).
Und weil die Spielebranche auch weltweit so überschaubar ist, haben wir tatsächlich ein mitunter recht herzliches Verhältnis zu manchen Entwicklern Mark Rein etwa kommt jedes Jahr zu unserer GC-Standparty, um Würstchen und Kartoffelsalat zu essen. Und weil klappern nunmal zum Handwerk gehört, prahlen wir mitunter natürlich auch mal mit sowas, um zu zeigen: »Hey, wir sind nah an den Leuten dran, die Eure Lieblingsspiele machen!« Ich finde, das sollte man uns nicht übel nehmen, denn wir sind nunmal das Verbindungsglied.
Zu der Stalkersache kann ich nix sagen, das ist ncht meine Baustelle. Ich halte es aber nicht für sinnvoll, bei einer Preview für ein neues Spiel Platz über vergangene Verfehlungen des Entwicklers zu verschwenden. Denn die haben in der Regel nix mit dem neuen Spiel zu tun.
Ach ja, nochmal zu dem siezen:
Unsere Leser wollen gesiezt werden. Ich finde es auch ein wenig unpassend, immerhin duzen sich innerhalb der Branche fast alle (zumindest auf meiner Ebene), aber wir haben auch viele Leser jenseits der 30, und die wollen nicht geduzt werden.
Fabian
P.S.: Haha, ich habe »Glied« geschrieben.
Eben schon bei Arkion gepostet, grande printing entertainment:
http://www.retrogamer.net/
@Aulbath: also, mir reicht da der Retro-Teil aus der gamesTM aus.
@Arkion+Actionmann: auf alten Schiffen lernt man segeln! (Oh Mann…)
@Fabian:
Siezen: Puh, derart zu schreiben war jetzt auch mal komplett ungewohnt für mich. Gut, im Endeffekt ist das natürlich Geschmackssache und ich werde weiterhin damit leben, von euch wie ein Rentner behandelt zu werden. Habt ihr wirklich so einen hohen Anteil bei den Ü30?
Far Cry: jetzt mal nicht untertreiben, das war doch die dickere Nummer. Von der Orange Box hat die Welt ja bereits gewusst, der detaillierte Blick auf FC2 kam dagegen schon ziemlich überraschend. Um das nochmal bewusst provokant auszudrücken: willst du damit sagen, dass eure Titelstory in diesem Fall vom Publisher bestimmt worden ist und ihr quasi nichts dafür konntet, weil ihr eh nur ne Werbeplattform seid? Insofern würde ich das jetzt schon als “Geschenk” verstehen. Sorry, wenn ich derart darauf rumreite. Ich wohne ihn Köln, da ist “geschäftsmässig” gleichbedeutend mit “klüngeln”
Klappern zum Handwerk: auch wie beim Siezen sind wir hier schnell bei persönlichen Vorlieben. Ich kann verstehen, dass man sowas ganz cool findet, aber für meinen Geschmack (da isses schon wieder, das wort) ist Bescheidenheit eine Zier. Vor allem, wenn ein paar Abschnitte vorher noch von Objektivität und Professionalität geredet wird.
Zu Stalker sag ich mal besser nix mehr, die Frau Schmitz hasst mich bestimmt eh schon…
Ich klinge immer noch wie ein oller Mießmacher, aber ich muss mich mal bei dir für die Zeit bedanken, die du hier verbrätst. Arbeitszeit, wie mir unsere Logfiles verraten
[...] Außerdem gefallen mir die Artikel. Informativ und gut geschrieben. Artikel die man abends in den Werbepausen schnell zwischendurch mal lesen kann. Oder wie grobi sagte: Als Klolektüre! Klar ist man nicht immer mit den Testurteilen einverstanden. Ich z.B. würde Supreme Commander keine gute Wertung geben. Aber das ist eine subjektive Meinung. Die Gamestar ist mir sympathisch. Andere Magazine (scheinen) kritisches Feedback zu verschweigen oder nicht ernst zu nehmen. Die Gamestar nimmt Kritik ernst. Sie druckt auch Leserbriefe die sie nicht zum Honigbart tragenden Übermagazin machen. Nehmen wir z.B. mal die aktuelle Ausgabe 9/2007. Dort sind vermehrt Leserbriefe zum neuen Design, welches in Ausgabe 8/2007 Einzug fand. Von 9 gedruckten Leserbriefen zum Thema, waren 5 von negativer Natur. Das weckt für mich den Eindruck als wenn auf uns Leser geachtet wird. Sowas gefällt. [...]
[...] Auch auf 4 Fäuste gegen Ryu wurde gegen einen Irrtum gekämpft, nämlich gegen den nicht nur in Spielerkreisen vermuteten Niedergang des Mediums Print. Waffe der Wahl war die schonungslose Offenbarung, neudeutsch »Outing«. [...]