Ach, das-Spiel-dessen-Namen-ich-hier-nicht-mehr-nenne habe ich ja nun beendet. Jetzt kann ich also nochmal den einen oder anderen ECU in eine neue Portion virtuelle Drogen investieren. Nur, was kaufen? Die Regale sind voll mit Spielen, die mich interessieren. Die Top 3, ohne besondere Reihenfolge, jedes für sich von seiner Zielgruppe be-hype-t:
“Stranglehold” (PC)
Diese Mischung aus “Tony Hawk” und “Max Payne” hat mir damals bei “Total Overdose” nicht wirklich gefallen. Mit Chow “heroic bloodshed” Yun-Fat als Vorlage für den Hauptcharakter, exzessiver Leveldestruktion, kiloweise sinnloser Gewalt, weissen Tauben und akrobatischen Moves hat “Stranglehold” allerdings schon früh meine Aufmerksamkeit erregt. Ausserdem bin ich glühender Verehrer des New Yorker Polizisten mit dem verkniffenen Gesichtsausdruck. Der hat sich ja dann als Vorbereitung für den Nachfolger vom plastischen Chirurgen ziemlich öffentlich-rechtlich-kompatibel schneidern lassen, aber erstens fand ich “The Fall of Max Payne” trotzdem geil und zweitens tut das hier gerade nichts zur Sache. Was ich ausdrücken wollte, war ganz einfach: ich bin mehr als heiss auf noch so ein Spiel mit stylishen Ballereien, einer lässig präsentierten Story und glaubwürdigen Charakteren. Tja, jetzt habe ich die “Stranglehold”-Demo gespielt und vermute, dass ich wohl doch noch auf “Max Payne 3″ warten muss. Zumindest, was die Geschichte und die Charaktere angeht. Richard hat es schon beschrieben: die Demo schmeisst mich mit einem schwachen “this is a rough neighbourhood” mitten ins Geschehen. Als lobotomierter Gewaltspiele-Spieler bin ich natürlich so einiges gewohnt und akzeptiere kritiklos jede noch so feigenblattartige Ausrede für “satisfying shootouts”, wie es die gamesTM-Redaktion so schön beschreibt. Mit Freudentränen in den Augen habe ich also auf mir unbekannten chinesischen Hinterhofmärkten jede Weintraube, jedes Neonschild und jede einzelne Fliese mithilfe meiner treuen Berettas (Akimbo, natürlich) zerlegt. So stand mein virtueller Supercop dann bis zu den Knien in einem wüsten Gemisch aus Traubensaft, Melonenmatsch, Keramikstaub, Glasscherben, Schweinefett und Mafiablut und ich sah, das es gut war. Und Spaß machte. Soweit jedenfalls. Na, die Steuerung ist mir auf dem PC zu schwammig. Inspektor Tequilas Animationen sind teilweise noch überarbeitungswürdig und die Gegnerhorden sehen alle gleich aus (dafür einen Euro in die “blöde Vorwürfe”-Kasse). Vor allem variiert der Spielablauf nie, wie ein Blick in den exklusiv von mir reverse-engineerten Programmcode zeigt:
10 enter arena
20 shoot Chinamafiaschergen
30 if Chinamafiaschergen > 0, then goto 20, else open exit
30 leave arena
40 goto 10
Na gut, als Salz in der Suppe fungieren die mexican standoffs – die auch jedes Mal gleich ablaufen. Wenn ich also schon während der Demo Abnutzungserscheinungen bemerke, sollte ich dafür soviel Kohle blechen? Dann warte ich vielleicht doch lieber auf eine Preissenkung.
Kann mir in der Zwischenzeit jemand sagen, wo ich “Hard Boiled” billisch ungeschnitten auftreiben kann? Hab den noch nie gesehen…
“World in Conflict” (PC)
“Gamla Svensk”, schleudere ich den Malmöern von “Massive Entertainment” entgegen und versuche damit, in grausamer Ignoranz meiner mehr als bescheidenen Schwedischkenntnisse, lustig zu sein. Ihr Säcke habt mich! Und vor allem habt ihr meine Beschwerden erhört und produziert mal ebenso einen überhaupt nicht fummligen RTS-Kracher in unverbrauchtem Szenario und diesem schweinecoolen Drop-In-Multiplayer als Sahnehäubchen. Der macht ja sogar mich Onlinespiellegastheniker an. Wenn mir jetzt noch jemand bestätigt, dass alle Singleplayer-Missionen so mitreissend und abwechslungsreich inszeniert sind wie jener aus der Demo, ist meine Überweisung schon so gut wie auf dem Weg.
“Super Paper Mario” (Wii)
Und damit wäre auch schon alles gesagt. Selbst ohne Spielemangel für Nintendos neuesten Streich würde dieser Titel auf unsere Wunschzettel gehören, oder?Das Ballerspiel habe ich jetzt spontan verschoben und meine persönlichen zeitlichen und finanziellen Grenzen habe ich derart gesetzt, dass nur ein Spiel hineinpasst. Also spitzt sich die Wahl dramatisch zu:
Elch oder Koi?

Kauf dir “World in Conflict” – “Paper Mario” kannste bei mir spielen. Und.. Respekt für deine Mad-Coding-Skillz.
Kann mir in der Zwischenzeit jemand sagen, wo ich “Hard Boiled” billisch ungeschnitten auftreiben kann? Hab den noch nie gesehen…
Den habe ich gerade letztens bei meiner Videothekenkette bestellt, uncut für 8,95 Euro. Allerdings musst du dort Mitglied sein… Vielleicht haben die ja eine Filiale in deiner Nähe?
Hard Boiled hab ich auch gerade letztens in der Videothek für 8 € gekauft. Sonst wird man den wahrscheinlich nirgendwo finden, da die ungeschnittene Fassung (123 Minuten Laufzeit) so weit ich weiß indiziert ist.
Musste mich in der 18er-Abteilung auch erst durch Bergeweise Pr0n kämpfen, bis ich den gefunden hatte. Für sowas muss man halt auch mal Opfer bringen =)
Stranglehold ist auch schon bestellt, weil seit Max Payne 2 sitzt man als Movie-Shooter-Fan ja ziemlich auf dem Trockenen. Muss aber wohl noch bis Ende nächster Woche auf meine A-Version warten =(
“This is a rough neighbourhood” reicht mir auch als Begründung für alles, viel mehr hab ich früher bei Space Invaders auch nicht gebraucht. So lange alles den “Hard Boiled”-Regeln folgt ist alles OK. Diese Regeln wären:
- Egal was es ist, wenn man drauf schießt kann es explodieren. (Manchmal explodieren Dinge auch einfach so, wenn in der Nähe geschossen wird)
- Egal wer es ist, wenn er ins Bild kommt wird er wahrscheinlich erschossen.
- Das Magazin einer Mac-10 fasst grob geschätzt 500 Schuss, manchmal auch mehr.
- Nachladen ist nur dann wichtig, wenn es grad stylisch rüberkommt.
- Geschossen wird immer ohne richtig zu zielen, nur während dem Springen, im Liegen oder während ich das Geländer einer Treppe runter rutsche.
=)
Nnnjjjaaa… die Sache mit der Story ist für mich auch kein Argument gegen “Stranglehold”. Mir reicht die simpelste Ausrede, um ordentlich zu ballern. Aber es muss halt schon wirklich ordentlich sein. Die Demo hatte aber für mich mehr von nem simplen “Moorhuhn” als von “Max Payne”, wo es ja schon ein kleines bißchen taktischer und fordernder zuging. Wenn mich mein Fanboyhirn jetzt nicht verarscht. Als Shoot em up ist es klasse, aber mir zur Zeit keine 40-50 Steine wert, die es bräuchte, um die ungeschnittene Fassung zu kriegen. Ahja, neben der schwammigen Maussteuerung habe ich einen großen Vorwurf ja ganz vergessen: die Plemmen klingen wie Erbsenpistolen. Hey Midway, das muss ordentlich Rummsen! Und wenn ich Rummsen schreibe, meine ich Rummsen mit Brusthaaren. Dieses “pöff pöff” ist ja mitleiderregend!
Was meine aktuelle Wahl angeht, tendiere derzeit zu WiC. Das hat halt wesentlich mehr Explosionen. *GrunzGrunzGrunz*
Äh, von welchem Label ist euer “Hard Boiled”?
Mein HB ist von e-m-s, allerdings gibts von e-m-s auch eine “ab16″-Version, die man auch überall im freien Handel findet. Die uncut hat ein SPIO/JK-Button hinten drauf (das weiße); wird’s wohl, wie gesagt, nur in ab18-Verkaufsbereichen geben.
Stranglehold Demo…
Action. Das ist das Erste was einem bei der Stranglehold Demo durch den Kopf geht. Das Zweite ist: Max Payne. Stranglehold spielt sich genau wie der Remedy Titel. Ist das schlimm? Nein überhaupt nicht. Stranglehold wirkt wie ein detaillierter Ausbau …
Ich hab die Demo jetzt seit letztem Donnerstag und ich hab mich bestimmt schon 4-5 Stunden damit vergnügt. Die Spielmechanik macht einfach Spaß.
Zum Überbrücken der Zeit bis die Lieferung ankommt, hab ich sogar nochmal Max Payne 2 installiert und ich denke es gibt schon wichtige Unterschiede in Gameplay. Bei MP2 muss man schon überlegter vorgehen; kurz nach dem Shoot Dodge ist man beim aufstehen extrem verwundbar, also entweder entscheide ich mich dafür, oder doch lieber nur Bullet Time und gut zielen.
Bei Stranglehold muss ich mir über das alles nicht so viel Gedanken machen, ich kann mich eher für den cooleren Style entscheiden, ich muss nicht immer das effizienteste nehmen. Geraden diesen Punkt finde ich extrem wichtig, weil man häufig in Spielen am Ende von der ganzen Movepalette nur noch den effektivste nutzt, und das ist schade.
Stranglehold lässt mir da mehr Freiheit; ich springe die Treppe runter, rutsche am Geländer entlang, rutsche über Tische, Kisten oder springe von der Wand rückwärts ab. Wenn ich lust habe pumpe ich meine ganze Munition auch einfach mal rücksichtslos in die Umgebung, ohne so genau zu zielen, hauptsache es geht viel zu Bruch und ich erwisch ein paar Gegener dabei; das ist nicht effizient, aber es macht einfach mehr Spaß und darauf kommt’s an.
HALLO,
Ich bin von ANKAMA GAMES in Frankreich,
wûrde gern Sie persönlich kontaktieren,
können Sie mich bitte per Emal kontaktieren?
Danke
Ein unmoralisches Angebot? =)
Liebe Ingrid, wir haben alle schon bei Antigames von Ihnen gehört. Also – danke, aber: nein, danke.
@Ivor:
seh ich alles ein, aber meine Entscheidung gegen Stranglehold ist vorerst gefallen
Du bist selbstverständlich trotzdem willkommen, deine Eindrücke hier zu posten!
Werde ich gerne tun, sobald ich die Vollversion endlich in den Händen halte und (hoffentlich) am Wochenende genug Zeit zum Zocken finde.
@grobi :
Die Singleplayer-Missionen sind klasse und machen riesen Spass. , gehts dir holen ich brauche Gegner …. mehr Gegner
Tjaaaaa, entgegen meiner Lust nach Explosionen steht jetzt das klare Votum meiner Freundin pro Super Paper Mario im Raum. Ich weiß, ich bin schwach
Diese Woche werde ich den Papierklempner mal bei Fafu sichten und dann sehen wir weiter. Zeit zum Zocken hab ich gerade eh nicht, also kann das auch noch ein paar Tage warten.
[...] Jedenfalls: nachdem die erste Mailwelle nicht den erwünschten Erfolg gebracht hat, versucht man es jetzt wohl mit der zweiten. Und hinterlässt nebenbei noch fröhlich Kommentare in Blogs, die auf das ja eigentlich nette Spielchen Dofus hinweisen. So gesehen etwa neulich bei den Vier Fäusten. Ich habs ja damals tatsächlich mal kurz angespielt und war eigentlich sehr positiv überrascht. Aber so vergeht mir dann doch der Spielspaß, meine Herren. Also, um mal zum Schluss zu kommen: wie steht Ihr zu solchen Maßnahmen? Ab wann nervt sowas, was ist noch zulässig? Ist Auftragsbloggen OK, oder seid Ihr da eher straighte Puristen, die von Marketingplänen unbelastete Berichte erwarten? Noch mehr interessante Artikel:GEEMAG.TV – Youtube für Gamer by Christian on May 2nd, 2007.Spieleportal unterm Mikroskop: GBase.ch by Christian on September 14th, 2007.Joost – Fernsehen 2.0? by Christian on May 7th, 2007. Teile und genieße Diese Icons verzweigen auf soziale Netzwerke bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können. [...]
Ach, scheiss auf die Explosionen. Einem gebrauchten “Super Paper Mario” konnte ich nicht widerstehen….
An Mario is ja nix verwerfliches; wir haben alle mal Mario gespielt und Spaß dabei gehabt. Hab ich früher auch gespielt, aber inzwischen ertrag ich die Gewalt gegen Tiere und … äh … Bomben mit Füßen nichtmehr ^___^
PS: Mein Versand scheint mein Stranglehold vergessen zu haben =(
Keine Versandmail gestern bekommen. Hab die Fahnen für dieses Wochenende schon auf Halbmast gesetzt. =(((
@Grobi viel spass mit dem klempner. Werde mir den Mario wohl nachsten Monat holen und dann durchs Papierland ziehen.
@Ivor nicht trauig sein. Einfach noch mal den Max spielen.
Jaaa, es hat doch noch geklappt. Am Samstag ist es noch eingetrudelt, mein Stranglehold =)
Allerdings war Samstag auch noch ein Geburtstag, darum bin ich erstmal nur zum Installieren gekommen, was schonmal sehr lange gedauert hat, weil das Spiel fast 15 Gig auf der Platte braucht; aber Sonntag war dann Tequila Time, die hat gereicht um das Spiel 2,5 mal durchzuspielen, dann musste ich auch schon wieder ins Bett.
Wenn man die Demo kennt, bekommt man schon einen recht guten Eindruck des Spiels. Es ist in weiten Zügen eine art Arena-Shooter. Gewisse Abschnitte haben mich direkt an DMS aus Max Payne 2 erinnert. Man kämpft allerdings nicht die ganze Zeit in kleinen Räumen, sondern darf auch mal in recht großen Levels rumrennen und bestimmte Sachen zerstören (Drogenlabors zerlegen, Schiffe sprengen).
Richtige Rätsel gibt es keine (yay =D), keine Schlüssel suchen oder Schalter drücken. Ein paar Physik-”Rätsel” beschränken sich darauf was in die Luft zu jagen, damit der Weg dahinter gangbar wird.
Okay, das Wesentliche am Spiel sind natürlich die Gunfights und die sind spitze. Bei mir kommt sofort echtes Hard Boiled feeling auf wenn überall Kugeln durch die Luft schneiden und alles möglich dabei zu Bruch geht. Shoot-dodge, Tequila Time, über alles mögliche drüberrutschen, Geländer-surfing, wall-jump, Feuer aus der Deckung und auf Rollkarren liegend; all das braucht keine große Eingewöhnungszeit, es geht einfach von der Hand und ist bald schon “second nature”.
Nun nochmal zurück zu den Levels, denn die Liebe zum Detail verdient schon eine extra Erwähnung. Eine solche Masse an Schnickschnack, der rumhängt, -steht und -liegt habe ich echt selten gesehen. Das tolle daran ist nicht nur die Optik, sondern auch die Funktionalität, denn so gut wie alles (ALLES !! =D) geht kaputt, zerbricht, explodiert oder lässt die Fetzen fliegen, wenn wir draufschießen; das wiederum hilft bei der Bekämpfung der sehr zahlreichen Feinde. Man schießt Stützbalken weg, lässt Schilder auf sie stürzen, oder sie von explodierenden Gasflaschen durch die Gegend schleudern. Besonders lustig: Wenn ich nahe eines Bösewichts an die Wand schieße und der Putz bröckelt ab, schützt sich der Kerl vor dem Dreck und ist kurz abgelenkt.
Aber natürlich habe ich als alter Gamer auch was zu meckern (nein das Spiel ist nicht zu kurz). Es gibt zu wenig Waffen; den größten Teil hat man im Zweiten Level schon gesehen, gegen Ende gibts zwar noch das schwere MG und den Raketenwerfer, aber letzteren finde ich nicht wirklich nützlich, zumal es auch nicht viel Munition gibt (aber ein Raketenwerfer Sperrfeuer sollte man schon mal gesehen haben).
Weiterhin ist der Schwierigkeitsgrad auf “Normal” schon recht gesalzen was einem ab der Mitte nichtmehr unbeschwert Kunststückchen machen lässt, sondern zum effektiven Weg zwingt. Vor allem die Mexican Standoffs werden spätestens auf “Hard” eine Qual, da man beim 3. oder 4. Treffer das Zeitliche segnet, was zwar anfangs noch nicht so schlimm ist, aber wenn man einen Standoff mit 10 Gegnern hat drückt es schon aufs Gemüt. Aber gut, es wird ja niemand gezwungen auf “Hard” zu spielen (scheint auch keine Extras zu bringen); auf “Leicht” kann man sich Action-Hero like durch die Levels schießen, aber ohne dabei das Gefühl zu bekommen, dass man unverwundbar ist.