Wie die Überschrift eines anderen Posts bereits impliziert hat, hier also nach Mushihime-sama ein zweites Review zu einem vertikal scrollenden Cave Titel. Diesmal nicht ganz so ausführlich, da mich das Spiel einfach nicht in demselben Maße angesprochen hat. Es geht um Ibara.
Zuerst das Positive: wenn man eine Bombe abfeuert, brüllt der Schiffskommandant derart enthusiastisch “Rocket”, dass man sich selbst nach der x-ten Wiederholung ein Grinsen nicht verkneifen kann. Ausserdem .. äh .. wars das leider auch schon. Kommen wir nun zu den Punkten, die mir nicht so gefallen haben.
Die Hintergründe und Gegner mögen sehr detailgetreu modelliert und dargestellt sein, für mich wirkt es aber nur unübersichtlich und überladen. Es ist einfach zu viel los auf dem Schirm, man weiss nicht, auf was man sich konzentrieren soll. Die Explosionen sehen zwar nett aus, verdecken aber die gegnerischen Geschosse. Diese haben obendrein noch verschiedene Farben, was es ebenfalls nicht leichter macht den Überblick zu behalten. Was dem ganzen aber die Krone aufsetzt ist, dass der eigene Super-Schuss auch die gegnerischen Kugeln überdeckt (von den dann anfallenden Bonus-Rosen ganz zu schweigen). So kommt es durchaus häufiger vor, dass man sich fragt woran man denn jetzt bitte gestorben sein soll. Ziemlich frustrierend.
Das Power-Up System finde ich ebenfalls recht gewöhnungsbedürftig. Die einzelnen Upgrades sehen auf den ersten Blick alle gleich grau aus. Es gibt sicherlich Unterschiede, nur sind diese nicht allzu ausgenscheinlich. Und da man aufgrund der Gegnermassen nicht die Zeit hat, jedes Upgrade vor dem Einsammeln erstmal genauer zu untersuchen, kommt es durchaus häufiger vor, dass man statt seines ursprünglichen Raketenwerfers auf einmal ein Maschinengewehr equipped hat. Upgrade is was anderes.
Wobei dies gar nicht soo schlimm ist, da man dank der bereits angesprochenen Unübersichtlichkeit in den seltensten Fällen (nicht mal auf leicht!!) länger als 20 Sekunden überlebt. Sämtliche gesammelten Upgrades fliegen in diesem Fall einmal von oben nach unten über den Screen und fallen dann unten raus. Alle aufzunehmen schafft man in den seltensten Fällen. Da sind dann auch die angesprochenen unabsichtlichen Downgrades zu vernachlässigen.
Könnte jetzt noch was zu Soundtrack, zum Scoring Modell oder den verschiedenen Game-Modi schreiben. Hab ich aber keine Lust zu. Alles in allem ein Reinfall.
Zum Schluss noch eine Anmerkung. Wenn mir ein Spiel nicht auf Anhieb gefällt, bekommt es keine faire Chance. Ich habe deshalb nur 3-4 Stunden mit Ibara verbracht, mir könnten die wahren Höhepunkte und die Feinheiten, die das Spiel zu etwas Besonderem machen, entgangen sein. Mein Kurz-Review mag daher unfair und voreilig erscheinen, aber hey – das ist ein Blog. Und wir legen Wert darauf, nicht objektiv zu sein.
siehe auch:
Cave, die Erste
Cave, die Dritte

He, he… hast es trotzdem mal durchgespielt, hat afair “infinite credits”?
Jup, es hat infinite Credits. Habs einmal auf leichtester und einmal auf schwerster Schwierigkeit gespielt. Nichts fuer mich..