WipeOut Random

Sonntag 20 Juli 2008

WipeOut Pulse stellt mich gerade auf eine harte Probe. Wieso sollte ich ein Rennspiel durchspielen, wenn es außer Lackierungen keinerlei freizuspielenden Content gibt? Fehlt mir irgendwie die Motivation. Sicherlich, solange es fluppt, ist mir das egal – aber warum sollte ich wenn das Spiel schwerer wird dranbleiben? Warum einen Hirnschlag, Herzinfarkt oder eine defekte PSP riskieren?

Ich mein, schaut euch RidgeRacer an. Ich habe Wochen gebraucht und diverse Frustmomente auf höchstem Level durchlebt, bis ich den schwarzen Lambo meinem Fuhrpark hinzufügen durfte. Aber das sind Belohnungen, die einen als Spieler bei der Stange halten. WipeOut Pulse speist mich mit alternativen Lackierungen ab, die ich mir auch in per DLC aus dem Internet runterladen kann. Und das in schöner. WTF?!

Ebenfalls nicht gelungen finde ich, dass man Grids vorgesetzt bekommt, in denen man eine gewisse Punktzahl erreichen muss, um weiterzukommen. Ein Grid besteht aus mehreren Herausforderungen, wie zum Beispiel Time Trial, Wettkampfrennen, Zone-Rennen etc. Wenn man also die nächste Stufe freispielen will, muss man alle diese Formate fahren. Auch wenn man gerade eigentlich keine Lust auf Eliminator hat, fahren muss man es. Das ist bei Wipeout Pure deutlich besser gelungen. Durch das Fahren von Zeitrennen schaltet man neue Zeitrennen frei und durch das Bestehen einer Zone-Herausforderung eine andere Zone-Herausforderung und … ich denke es sollte klar sein, worauf ich hinauswill.

Der springende Punkt ist nämlich: ich mag keine Zeitrennen. Zeitrennen sind langweilig und anspruchslos. Jeder kann ein Zeitrennen schaffen. Voraussetzung ist die Kenntnis der Ideallinie, der Anbremspunkte und ein Haufen Übung. Es ist mir zu statisch. Nicht zu vergleichen mit einem Rennen mit Gegnern. Hier sind schnelle Entscheidungen gefordert, man muss seine Spielweise andauernd anpassen. Hier reicht es nicht, stoisch die Ideallinie abzufahren/-fliegen. Es sei denn, man ist erster, aber da kommen bei WipeOut die Waffen ins Spiel. Zumindest auf höheren Schwierigkeitsgraden sorgen die dafür, dass man sich nicht all zu lange an der Spitze des Feldes aufhält und sich anschliessend wieder durch die Gegner nach vorne kämpfen muss.

Die Essenz von Rennspielen ist das kompetitive Fahren. Das ist es, was Rennspiele ausmacht, alles andere ist zwar mehr oder weniger nettes Zubrot, aber nutzlos. Wirklich perfekt wird es aber erst, wenn einer deiner Gegner mit einem Pad in der Hand neben dir sitzt. Höchstens eine Faustschlagreichweite entfernt.

Apropos Pad: warum zum Teufel gibt es den/das neGcon eigentlich nicht mehr für die aktuelle Konsolengeneration? Bestes Rennspiel-Eingabedevice ever! Verdammt.


Gespeichert in: Gegen, PSP, Retro

9 Kommentare for 'WipeOut Random'

  1.  
    21. Juli 2008 | 12:20
     

    Nur geteilte Zustimmung von mir, was die Zeitrennen angeht: Bei manchen Rennspielen hatte ich die besten Momente eben im Zeitfahren – allerdings gehörte wipEout nie zu denen.

    Volle Zustimmung von mir, was das neGcon angeht: Einfach göttlich, das Teil… schade, dass heutzutage noch getriggert und mit Analogstöckchen gesteuert wird – dabei war der neGcon DIE Alternative zu nem sperrigen Lenkrad…

  2.  
    21. Juli 2008 | 13:54
     

    Bei welchen Rennspielen hattest du die besten Momente im Zeitfahren? Würde mich mal interessieren.

    Wegen neGcon: es gibt wohl mindestens ein Spiel auf der PS2, das es noch unterstützt: WipEout Fusion. Hab ich seinerzeit (2002) gar nicht wahrgenommen. Naja, auf jedenfall isses jetzt bestellt. Fahre nämlich bald in eine einsame “Stuga am See” nach Schweden und da muss für schlechtes Wetter vorgesorgt sein. Als Gegner in Faustschlagreichweite hat sich auch schon jemand gefunden.

  3.  
    22. Juli 2008 | 10:43
     

    Um mal ein paar Beispiele zu nennen:: Beim ersten Formel 1 für die PS1 hab ich die meiste Spielzeit im Zeitfahren verbracht (und die zweitmeiste im 1 gegen 1 -Duell); GT5 Prologue ist ein reines Zeitfahr-Spiel (die Rennen mit den geskripteten Gegnern sind ja quasi auch nur ein Hindernis-Zeifahren, dann lieber gleich das Original, auch wegen den Online-Bestenlisten); und ganz grandios ist Formel 1: Championship Edition (auch wenn das im Rennen ebenfalls sehr viel Spaß macht) – wenn man da mal im Rhythmus ist, in der ganz engen Zone zwischen schnell sein und abfliegen…
    Mich reizt es eben, jede Runde doch noch irgendwo ein, zwei Zehntel zu finden – und dann eben nicht nur im einen Sektor schnell zu sein, sondern die ganze Runde perfekt hinzubekommen.
    WipEout Fusion war damals ganz nett, nur die Framerate hat mich nicht immer überzeugt ;-) Aber mit neGcon muss ich’s doch auch nochmal ausprobieren – wusste das bisher gar nicht!

  4.  
    23. Juli 2008 | 09:13
     

    Hm, von instabiler Framerate hatte ich in den Reviews noch nichts gelesen. Dammich. Na ja, mal gucken, das gute Stück ist gestern angekommen, wird aber bis Schweden nicht angefasst. Ich will mir vor Ort nicht vorhalten lassen, ich sei ja nur besser, weil ich schon üben konnte. Nicht wahr, Jörg?!

    Ansonsten ist deine Herangehensweise an ein Rennspiel eine komplett andere als meine, die aber durchaus genauso seine Berechtigung hat. Kommt halt wirklich auf Spiel und Gegner-KI an.

  5.  
    Ivor Bigbotty
    24. Juli 2008 | 17:33
     

    Rennspiele interessieren mich meist nur am Rande, nur Gran Turismo lockt mich immer wieder hervor, UND aktuell Burnout Paradise mit seinem “Fahr wohin du willst”-Gameplay (und das sau schnell und vor allem mit meiner eigenen Musik auf der Playlist).
    Was spricht eigentlich gegen die alte GT-Steuerung mit dem PS2 Pad? Analog lenken und analog gasgeben/bremsen war doch recht präzise. Und jetzt mit dem PS3-Pad hat man auf R2 und L2 so nen schönen “Pedaldrücker”.

    Gamemodes brauch ich schon ein paar interessant. Zeitrennen reicht mir bei weitem nich aus und nervt mich auch total ab. GT hält mich immer mit Tunen, neue Autos kaufen und abstimmen bei Laune. Burnout mit Road Rage und generell alles zusammen fahren, was im Weg is. Einfach nur Wettrennen wird mich auch nicht begeistern.

  6.  
    27. Juli 2008 | 01:26
     

    Was gegen die Steuerung mit einem PS2 Pad spricht? Der Tastenhub. Sicherlich sind die Knoeppe analog, wenn aber nur 1-2 Millimeter zwischen Null- und Vollgas liegen, ist das zu vernachlaessigen. Das neGcon hat da fast 1 Zentimeter. Auch der Lenkeinschlag ist deutlich besser zu kontrollieren.

  7.  
    Ivor Bigbotty
    27. Juli 2008 | 21:11
     

    Bei GT gab man doch mit dem Knüppel Gas, da hat man doch schon mehr als 2-3 millimeter kontrolle.

  8.  
    28. Juli 2008 | 14:27
     

    Ach die Steuerung! Das ging ja mal gar nicht. Nee, da hatte ich dann entweder die Steuerung auf Standard umgestellt bzw. falls das nicht ging, das Spiel inne Ecke gepfeffert.

  9.  
    11. August 2010 | 08:42
     

    [...] einen Kommentar » Es war dieser Eintrag, der mich wieder an ein Eingabegerät erinnert hat, das zwar nicht die breite Masse [...]

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