Einigen duerfte das Spiel bereits aus XBLA bekannt sein, jetzt ist es auch fuer DS und PSP erschienen. Da in N+ keine Stylus-Steuerung implementiert ist und auch die anderen Features des DS nicht gewinnbringend genutzt werden, habe ich mich aufgrund des groesseren Bildschirms entgegen der IGN Wertung fuer die PSP entschieden. Schon komisch, wenn in einem Portal die Wertung ein und desselben Spiels auf 2 Plattformen ohne irgendeine Begruendung einmal mit 7.8 (good) und einmal mit 9.0 (outstanding + Editors Choice Award) angegeben wird. Einzige Erklaerung ist, dass es sich um 2 unterschiedliche Reviewer handelt. Da aber IGN ansonsten eher einen objektiven Eindruck vermitteln will, halte ich das Ganze fuer recht fragwuerdig.
Wie dem auch sei, zum Spiel. Es ist ein Jump and Run in Reinform, kein ablenkender Firlefanz. Auch die Grafik ist sehr minimalistisch gehalten, es handelt sich um einen 2D Plattformer, wie es nicht simpler geht. Die Steuerung unseres kleinen Ninja-Protagonisten erfolgt ausschliesslich mittels des Steuerkreuzes und einem Button. Ziel ist es, auf einer Map den Ausgang zu aktivieren, um so auf die naechste zu gelangen. Jeweils 5 Maps sind zu einem Level zusammengefasst. In den Maps warten Abgruende, sich bewegende Hindernisse, Minen und in den spaeteren Herausforderungen auch Laser und Raketenwerfer auf unseren Ninja.
Dies alles ist mit einer zusaetzlichen Herausforderung versehen: fuer das absolvieren der 5 Maps eines Levels gibt es ein festes Zeitlimit. Ausruhen ist also nicht. Durch das Einsammeln kleiner goldener Items kann man das Zeitlimit jedoch verlaengern. Diese liegen manchmal auf dem Weg, manchmal ist man gezwungen gefaehrliche Umwege zu nehmen, um an die Extrazeit zu gelangen. Somit muss abgewogen werden, ob man diese einsammelt oder doch lieber liegen laesst.
Was den Titel perfekt fuer einen Handheld macht, ist die haeppchenweise Portionierung. Somit ist es ein perfektes Bahn-Spiel – kurz angeschmissen und es kann losgehen. Da jedoch der Frustfaktor aufgrund der stellenweise erforderlichen pixelgenauen Steuerung potenziell hoch ist, kann einem schon mal der ein oder andere Fluch entweichen. Wer sich dahingehend nicht unter Kontrolle hat (pfeiff), sollte besser alleine spielen, oder die irritierten Blicke der Mitreisenden ertragen lernen.
Garniert ist das Ganze noch mit einem Multiplayer-Modus, den ich allerdings bisher noch nicht ausprobiert habe. Es bleibt ein forderndes Spiel, das fuer Puristen und Vergangenheitsverklaerer ein Pflichtkauf sein duerfte.

“Da aber IGN ansonsten eher einen objektiven Eindruck vermitteln will”
Du kannst “ignorant” nicht ohne “ign” buchstabieren…