Fallout, ein Tagebuch – Teil 5

Montag 13 April 2009

Die haben also ihre Stadt ernsthaft um einen Blindgänger aus dem Atomkrieg herum gebaut. Ich bin bestimmt nicht aus meinem Bunker geflohen, um mich 200 Jahre nachdem das Feuer vom Himmel gefallen ist, ausgrechnet von der letzten übrig gebliebenen Atombombe in meine Neutronen zerlegen zu lassen!

Die Stadt selbst besteht aus den Resten abgestürzter Flugzeuge, was einerseits eine ziemlich clevere Idee ist – produziert wird hier nichts, kluges Recycling ist der Schlüssel zum Überleben. Andererseits gibt es diesem Ort eine etwas eigenwillige Aura. Darüber hinaus erscheint mir Megaton unübersichtlich. Alles ist auf engem Raum und auf mehreren Ebenen gebaut. Na, vielleicht bin ich auch nur verwirrt, weil ich die klaren Strukturen (und Wegweiser!) aus 101 gewöhnt bin.

Begrüsst wurde ich vom örtlichen “Sheriff” Lucas Simms. Der Typ hält sich definitiv für einen dieser Gesetzeshüter aus den Wild-West-Geschichten, inklusive dem blöden Hut auf dem Kopf. Für markige Sprüche ist er sich auch nicht zu schade. Wenn das seine Masche mit Neulingen ist – mich beeindruckt er jedenfalls nicht. Trotzdem möchte ich keinen Ärger mit ihm, im Grunde seines Herzens scheint er ein ehrlicher Mann zu sein, ernsthaft um den Frieden in seiner Stadt bemüht. Ich bin jetzt nicht plötzlich zum Naivling mutiert, der jedem Menschen sofort seine Freundschaft aufzwingt, aber auch ein Einzelgänger braucht sowas wie ein Versorgungszentrum. Und Megaton sieht einigermaßen stabil aus. Es hält den Stürmen stand und sicher auch dem ein oder anderen Angriff. Wenn da nur nicht die Sache mit dem kleinen Weltuntergangs-Silvesterkracher da unten in diesem Krater wäre…

Interessantes Detail dazu: Simms hat mich gleich ohne Umschweife gebeten, das Ding zu entschärfen. Wieso fragt er sofort einen dahergelaufenen Fremdling? Als ob ich sowas könnte. Bomben entschärfen – wo hätte ich das lernen sollen? Werde es aber in Erwägung ziehen.

Jetzt schaue ich mich hier erstmal um und versuche, etwas über meinen Vater in Erfahrung zu bringen.


Gespeichert in: Vier Fäuste

5 Kommentare for 'Fallout, ein Tagebuch – Teil 5'

  1.  
    16. April 2009 | 12:18
     

    Lass die Bombe hochgehen. :)

  2.  
    17. April 2009 | 16:04
     

    Mach aber vorher den Survival Guide. Ausserdem würde ich mir lieber die Tenpenny Towers vornehmen. Da wohnen eh nur Arschlöcher.

  3.  
    20. April 2009 | 20:57
     

    Survival Guide kannste auch später noch machen.

  4.  
    21. April 2009 | 09:11
     

    Nachdem man Megaton eingeebnet hat? Wie soll das denn gehen? Ist die Alte mit den Quests vorher ausgezogen?

  5.  
    21. April 2009 | 21:05
     

    Hä, wovon redet ihr hier? Ich weiss von nix. ;-)

    In Bälde geht’s auch weiter…

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