Er ist wieder da!

Sonntag 19 Juli 2009

Zumindest war er das. Gestern abend. Der lange vermisste Biss. Das letzte Rennen der Spezialroute von Ridge Racer 6 hat mir alles abverlangt. Diesmal bin ich drangeblieben, zweieinhalb Stunden das selbe Rennen gegen denselben Gegner gefahren. Bis man die Strecke perfekt beherrscht. Flow und Tunnelblick pur. Gut, ich musste alle zerbrechlichen Gegenstände aus meiner Reichweite entfernen, aber es hat letztlich doch geklappt. Und kaputt gegangen ist auch nichts.

Zum Spiel ansich: Ridge Racer 6 ist sich treu geblieben. Wie seine Vorgänger hat das ganze nichts mit Autofahren zu tun. Realistisch ist anders, es fühlt sich eher an wie eine Art WipeOut auf der Strasse. Ich habe es jetzt fast durch und habe noch nie gebremst, durch enge Kurven kann man in Höchstgeschwindigkeit rutschen. Auch die Achievements klingen nicht wirklich nach einem Autorennen – Himmlischer Bote, Monster Killer oder Meister Exorzist würden eher zu einem Devil may cry oder so passen.

Aber darauf kommt es ja nicht wirklich an, sondern auf den Spassfaktor. Und der ist recht hoch, wenn man auf Racer steht, die nicht wirklich realitätsnah und in denen schnelle Reaktionen gefragt sind. Mit über 400 km/h durch die Gegend zu schüsseln hat schon was. Ausserdem gibt es wieder massig neue Wagen freizuschalten, wobei später auch Gefährte mit Düsenantrieb und andere abgefahrene Geschosse dabei sind. Natürlich gibt es auch Kritikpunkte. So wird zum Beispiel nach Abschluss einer Route eine neue freigeschaltet. Diese beginnt man aber wieder mit den langsamen Autos. Nachdem man also die letzten Rennen mit 350 unterwegs war, gehts dann wieder mit 230 los. Hat bei mir leichte Motivationsprobleme zur Folge gehabt.

Ausserdem ist das Spiel anfangs sehr unterfordernd, neue Strecken freizuschalten ist wirklich Arbeit (so ähnlich wie die 50ccm Klasse bei Mariokart), bei den letzten Rennen reicht hingegen nicht mal eine perfekte Streckenkenntnis und das fehlerfreie Absolvieren derselben immer zum Sieg. Man muss sein Nitro genau so einsetzen, dass man nach Ablauf des Boosts sofort eine Kurve durchgrindet, um mit seinem Geschwindigkeitsüberschuss das Nitro direkt wieder voll zu machen (ach so, hatte ich vergessen: Nitro wird durch Schleudern aufgefüllt. Je schneller man beim schleudern ist, desto mehr Nitro gibt es). Hierfür muss erst das richtige Timing gefunden werden, was nur durch Trial and Error möglich ist.

Was die oben kurz angesprochenen Achievements anbelangt – leider sind viele nur online zu erreichen. Und da das Spiel schon was älter ist und anscheinend auf 360 nicht allzuviel verkauft wurde, findet man nur sporadisch ein oder zwei Gegner. Die sind dann aber um Längen besser als man selber und “snaken” durch die Strecken, dass man kein Land sieht. Den Titel gibts in England für unter 10 Euro. Vielleicht hat ja jemand Lust und tritt mal gegen mich an. Lohnen tut sich das Geld für das Spiel allemal.


Gespeichert in: 360

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